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Geotechnik

Geotechnik

Die Geotechnik vereint verschiedene Bereiche der angewandten Erdwissenschaften und des Bauingenieurwesens. Sie untersucht die technischen Eigenschaften des Baugrunds und die Wechselwirkung zwischen einem Bauwerk und dem umgebenden Baugrund, Gelände und anderen Bauwerken. Aspekte der Bauverfahrenstechnik werden ebenfalls berücksichtigt. Die Geotechnik dient damit Bauherren und Planern als Fundament für sicheres und wirtschaftliches Bauen.

Geotechnischer Bericht, Geotechnischer Entwurfsbericht

Die Ergebnisse einer geotechnischen Untersuchung werden gemäß DIN EN 1997-2 bzw. DIN 4020 in einem Geotechnischen Untersuchungsbericht dokumentiert. Der Geotechnischen Bericht umfasst zusätzlich die Bewertung der Ergebnisse des Untersuchungsberichtes, die charakteristischen Bodenkennwerte, die Gründungsempfehlung sowie die bautechnischen Folgerungen für Bauwerk, Baubehelfe und Bauausführung.

Geotechnische Beratung

Grundlage einer erfolgreichen geotechnischen Beratung ist ein fundiertes Baugrundmodell. Wir berücksichtigen bereits bei der Planung der Erkundung die relevanten Randbedingungen des geplanten Bauwerks und der Bauverfahren. Auf dieser Basis erstellen wir aussagekräftige dreidimensionale Baugrundmodelle und erläutern diese in unseren Geotechnischen Berichten. Dazu gehören auch Empfehlungen zur Herstellung von Baugruben und Gründungen, zum Erdbau und Tunnelbau oder zu Wasserhaltungsmaßnahmen.

3D-Baugrundmodelle und BIM

Die Verknüpfung punktueller Baugrundaufschlüsse zu einem belastbaren, ganzheitlichen Baugrundmodell gehört zur hohen Kunst der Ingenieurgeologie. Bei S&P erfolgt die Modellbildung seit jeher dreidimensional. Die Ergebnisse werden anschließend in Form von Schnitten und Schichtlagerungskarten anschaulich visualisiert.

Im Rahmen moderner Projektabwicklung gewinnt die Methode des Building Information Modeling (BIM) zunehmend an Bedeutung. Da nahezu jedes Bauvorhaben in den Untergrund eingreift, bildet der Baugrund einen integralen Bestandteil des BIM-Gesamtmodells

Numerische Berechnungen

Fundierte Aussagen zu den Auswirkungen von Bauvorhaben auf Mensch und Umwelt sind sowohl für die öffentliche Akzeptanz als auch die Genehmigungsfähigkeit von Bauvorhaben von entscheidender Bedeutung. Komplexe Innerstädtischen Bauvorhaben für Gebäude und Infrastruktur können ohne Numerischen Berechnungen der Bauwerk-Boden Interaktion oder Analysen zur Grundwassersituation nicht mehr durchgeführt werden. Wichtige Aspekte sind dabei Verformungsprognosen, das Verständnis von Versagensmechanismen, die Bemessung geotechnischer Konstruktionen und forensische Untersuchungen von Schadenfällen.

Baugruben und Böschungen​

Das Bauen im innerstädtischen Bereich zeichnet sich durch komplexe Randbedingungen aus. In der Regel werden mehrere Untergeschosse realisiert und damit tiefe Baugruben erforderlich. Bereits in der Planungsphase müssen Lösungen gefunden werden, um die Auswirkungen auf benachbarte Gebäude, Verkehrswege und Medien während der Bauausführung zu minimieren. Neben der Standsicherheit sind hier die Gebrauchstauglichkeit, Dauerhaftigkeit und Wirtschaftlichkeit maßgebend.

Erdbau, Verkehrswegebau, Deponiebau

Infrastrukturprojekte wie Straßen, Bahnstrecken, Wasserwege und Flughäfen erfordern umfangreiche geotechnische Untersuchungen. Der Projekterfolgt hängt maßgeblich von der Qualität der Erkundung, des Baugrundmodels und der geotechnischen Bewertung ab. Dabei sind die Anforderungen an die Ingenieurbauwerke wie Brücken und Tunnel und die des Erdbaus im Bereich von Einschnitten und Dämmen zu erfassen

Spezialtiefbau und Tunnelbau

Die Auswahl der Bauverfahren im Spezialtiefbau und Tunnelbau erfolgt auf Basis der Ergebnisse der Baugrunduntersuchung. Hier schaffen wir mit unseren maßgeschneiderten Erkundungskonzepten und fundierten Baugrundmodellen eine verlässliche Grundlage.

Spezialtiefbau und Tunnelbau​

Gründungen

Die sichere und wirtschaftliche Gründung von Bauwerken ist Grundvoraussetzung für den Erfolg eines jeden Projektes. Wir verfügen über jahrzehntelange Erfahrung in der Beratung, Konzeption und geotechnischen Überwachung von Gründungssystemen jeder Art und Komplexität. Diese reichen von Flachgründungen, Tiefgründungen bis hin zu kombinierten Pfahl-Plattengründungen (KPP) an Land und auch in Gewässern. Im Zuge des nachhaltigen Bauens und damit einhergehend dem Bestreben der Bestandserhaltung, gewinnt auch die Bewertung und Ertüchtigung bestehender oder auch historischer Gründungen an Bedeutung.

Schadensgutachten und Beweissicherung

Durch eintretende Georisiken z.B. in Form von Hangrutschungen oder im Zuge von Tief- oder Tunnelbaumaßnahmen, kommt es immer wieder zu Schäden an Gebäuden oder der Infrastruktur.

Zur Beurteilung von Gebäudeschäden, Verformungen und Wasserschäden sind neben der Untersuchung der anstehenden Baugrund- und Gründungsverhältnisse auch die Interaktion zwischen Bauwerk und Gründung zu bewerten. Dies erfordert insbesondere auch Kenntnisse der Bauverfahren des Spezialtiefbaus und Tunnelbaus.

Wasserrechtsverfahren

Der Schutz unserer Gewässer (Küsten- und Oberflächengewässer, Grundwasser) vor Verunreinigungen ist von großer Bedeutung. Eine Sanierung ist, wenn überhaupt, nur mit großem finanziellen und technischen Aufwand und in langen Zeiträumen möglich. Die konsequente Anwendung des Vorsorgeprinzips hat deshalb höchste Priorität. Entsprechend hat der Gesetzgeber hier umfangreiche gesetzliche Regelungen erlassen.

Geotechnische Messungen ​

Aufgrund der naturbedingten Inhomogenität des Baugrundes und der oft komplexen Randbedingungen, sind Prognosen z. B. von zu erwartenden Verformungen von Baugrubenkonstruktionen mit Unsicherheiten verbunden. DIN 1054 empfiehlt deshalb, bei Baumaßnahmen der Geotechnischen Kategorie 3 oder komplexen technischen Randbedingungen, die Anwendung der Beobachtungsmethode.

Bauüberwachung, Qualitätssicherung

Von der Qualität der Baugrunderkundung und des darauf aufbauenden geologisch-geotechnischen Baugrundmodells hängt die spätere geotechnische Beratung ab, die sowohl sicher, als auch wirtschaftlich sein muss. Deshalb erfolgt bei und die Durchführung und Überwachung der Baugrunderkundung sowie die ingenieurgeologische Ansprache des Bohrguts und die Bewertung der Untersuchungsergebnisse ausschließlich durch erfahrene GeologInnen und     GeowissenschaftlerInnen.